Sonntag, 21. Juni 2009

Black Metal







Gestern beim Konzert der Blackmetalband "The Ugly" in Billstedt gewesen.
Wüste, agressive Melodieflächen, elegischer und gleichzeitig anstachelnder Gesang und eine apokalyptische Choreographie zeichneten den Auftritt der sympathischen Schweden aus.

Sonntag, 14. Juni 2009

Sol Invictus


Das Licht schenkst du, nichts bleibt dir verborgen
Schützt den Herrscher, unseren Divus,
so kann er sich um Staatsgeschäfte sorgen,

Ohne dich wäre nur Verdruss.

Das Fest der Christen ist dein Tag,
Dem Mithras gaben sie deinen Namen,
dein sind die goldnen Bahnen.

O unbesiegter Sonnengott

Montag, 8. Juni 2009

5 Minuten

Im Uns ist Gott

Es zeigt sich in zweierlei Form

Durch die tödliche, süße Reise nach Innen

sowie

Ausgepackt vor goldenen Altären der Nachrichtensender

Den eingesperrten Gott will man uns sehenlassen

aber es ist nichts da

trotzdem

ist es keine Barbarei.

Samstag, 2. Mai 2009

Elbinsel


Eingekeilt zwischen Bedürfnissen und deren Hinterlassenschaften,
Generationen von Arbeit
und den Menschen
die wiederwegziehen,
bist du der Hafen, den die Einheimischen
für einen Jugendknast halten, weil sie es nicht in der Schule nicht besser lernen.
Aus kleinbürgerlichem Milieu wird man hier angeschwemmt,
und nichts ist neu, der Unverstand regiert
überall, gerade in der Kunst.
Gerade deine Überschaubarkeit ist das Manko,
obwohl das Karma des ganz besonderen Ortes sich ganz besonders schnell verändert.
Zehn Jahre später sind 90% der Bewohner ausgetauscht,
in neuen Heimatländern ansässig.
Freiwillig wohnen hier nur Snobs.
das stimmt zwar nicht, doch
genau das ist ihr Plan.
Ob er aufgeht, bezweifel ich.
Stadtplanung zeitigt immer ganz andere Ergebnisse, als von Diadochen angedacht.
Zigaretten gibts hier einzeln und billig,
da wird so mancher süchtig.
Nach Crack.
Im Penny, der keine
neuen Mitarbeiter einstellt.
Weil er zu klein ist, und
die Frau mit dem Blech im Gesicht
beschwert sich, weil keine neue Kasse aufgemacht wird.
Die Hunde verbinden die Menschen,
die ein ähnliches Schicksal und soziale Lage
zur Solidarität zwingt.
Der moorige Untergrund bringt Erinnerungen zutage, derer sich
nur noch die Omas
und
die Gastarbeiter der ersten Generation
entsinnen.

Donnerstag, 16. April 2009

Tote Tiere

Ich habe einmal
eine tote Fledermaus
mehrere Monate unter meinem Bett liegen gehabt
in einem alten Honigglas.

Mit meinem Mund bin ich die weichen Flügelchen entlanggefahren,
habe die kleinen Knöchelchen mit der Zunge befühlt.
Ein Druck auf den Anus hat ein Tröpchen Urin heraufbefördert.

Gestern habe ich beim Aufräumen einen toten Marder hinterm Schrank gefunden.
Ich habe ihn in eine Plastiktüte gesteckt und erstmal unter die Spüle gelegt, um ihn später in Ruhe zu untersuchen.

Jetzt liegt er vor mir, auf dem Tisch vor der Tastatur.
Ich liebkose den Kadaver, desen tote Augen einen erotischen Glanz verstrahlen.
Ich bin ganz verliebt in den Augenblick.
Jetzt öffne ich das Mündchen und befühle die kleinen spitzen Zähnchen, mit meinem kleinen Finger streichel ich seinen Gaumen.
Die Behaarung unter dem Bauch des Marders ist ganz weich.

Samstag, 4. April 2009

Sprühfarbe




Wenn man schon mal dabei ist...

Donnerstag, 26. März 2009

Nelkenmeister




Das erste Bild ist von einem "Meister der Darmstädter Passion" und um 1460 entstanden.
Es heisst "Der heilige Onophrius".
Man beachte, dass dem einsiedlerischen Heiligen ein affenartiges Fell gewachsen ist.

Um 1495 entstand das hier abgebildete zweite Bild vom "Zürcher Nelkenmeister", Hans Leu dem Aelteren.
Der Kreis der Nelkenmeister orientierte sich an den zeitgenössischen niederländischen Malern. Die Züricher malten aber viel volkstümlicher, und ausschliesslich zur Illustration von religiösen Szenen für die grossenteils analphabetische Bevölkerung.
Der Titel: "Der Erzengel Gabriel überwindet Lucifer"
Die Monster, die der Engel bekämpft, gefallen mir sehr gut. Vor allem das mit dem Schnabel.

Sonntag, 22. März 2009

Schweiz reloaded








Bezugnehmend auf meinen Post vom 29. Februar 2008, "Hallo Heso, hallo Wutknäckebrot",
hat sich etwas mehr als ein Jahr später eigentlich nichts verändert in der Schweiz.
Zürich ist immer noch ein bisschen langweilig.
Dummerweise wurden die dadaistischen Botschaften, welche die Besucher an den Wänden anbringen durften, mittlerweile entfernt.

Die Berge sind eigentlich nur aus leblosem Gestein und stehen ein wenig sinnfrei in der Gegend, dafür beherbergen sie aber eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt (Eulen, Marder, Geröllziegen, Edelweiss), auf dem Foto sind die in 3000 Meter Höhe lebenden
Alpendohlen zu sehen.

Auf dem letzten Foto bin ich vor einer LIDL-Filiale zu sehen, die gerade eröffnet wurde. Dies war ein grosser Tag für die Einheimischen, und es gab umsonst Cola, Kaffee und Schokoriegel.

Samstag, 14. März 2009

Kunsthandwerk, Selbstporträt



In meiner WG durchleben wir derzeit eine äußerst produktive Phase- als Nebenprodukt sind hierbei diese beiden Stühle herausgekommen, die von Johannes Ender bearbeitet wurden.

Materialien: Frischaltefolie, leere Colaflaschen, Sprühfarbe (Gold und Grün), diverse Klebebänder, handelsübliche Plastikgartenstühle

Der Verfasser des Blogs hat auch noch ein Selbstporträt im Hamburger Hafen fotografiert, welches die düstere Stimmung illustriert, die über dem wüsten Gelände lastet.

Freitag, 13. März 2009

Umläuterung von Nöbst und Neβel

Dies ist der Titel des ersten Posts aus dem deutschsprachigen Blog An rüdiger Dutβch!!! von dem schwedischen Autor Peter Ingestad, der mir seinen Text als Gastbeitrag mit freundlicher Empfehlung zur Verfügung gestellt hat.

Hier der Text:

Umläuterung von Nöbst und Neβel
Als tötensachlicher Vezügungsbosch der Zeut am Vonstag Mitterblatt hatt immer Zimmertûr ins Bald nach unser Löwenblau des Ottostoβenreine Quatschität mit ihreneurer Volksgestraβ bis Tatenkûpf sein Keinung in die Notzyklamen hoch von Äntern alser Vattenföβ zum Ichts erkonntet wie Naturkultatem aber sie nach so Konklav erzägt von Sönnenschein daβ Kuchpotenziatus auch ihr Öhe inzel ober volkbar kuhn sein finstre schwarze Riesenfalter Hinterpommach söll nur Daβeinwelteten Potät auf Dutsch zur Phenith Bachengumpf zerzwischhen unternähmen können sollen werden vollen wissen tönten machen faschen glöcken sonnen dummen schweden dingen linken laten sein.

Noch führer seitermehr am Lindentor bei Öffenbächer Zud von Heilenstuch zimbabwer dann sich Monatskostularium am Saupenkoβ villeuchter Plöntag sicherheiβ die Ohen eger Tafelpuhr bis Tun und Neunen eure Ihr an Ohr dem Föhnenwand zietertes Büsch zu Seuch verzettteret.

Vor kahles Konzitäthum rennen wir daβ Hohenheimer Eiβenkumpf des polgerisches Tanzig vuller Fäβung unter Szenenrampf wenn lächter doch Vertatisch Hinoch ögert Wohungtische mössen sonach bissen wochenänderungeringen egen fegen danoch lieder Unterhänich dielen zäuβen fonnen regen sûden weder Ahlung sehlen tönen läderheuβen immelwimmel währforts einzuwieden undsoweiten kann.

Dienstag, 10. März 2009

Street Art




Wir haben eine kleine, rote Maus versteckt. Wer findet sie?

Dienstag, 3. März 2009

Schule


Die Schüler werden morgen mal diese Werke analysieren.

Samstag, 21. Februar 2009

S-Bahn-Gespräche

Gestern nachmittag in der S 11, auf dem Rückweg von Poppenbüttel zum Hauptbahnhof:
Müde Menschen auf dem Nachhauseweg. An der S-Bahn-Haltestelle Ohlsdorf setzt sich eine Oma neben mich, Typ weißer Pelzmantel, Perlenohrringe und blondierte Dauerwelle.
Nach einiger Zeit fängt sie an herumzuschamfuttern: "Dieses Gequatsche. Das geht einem ja auf den Geist überall." Ich: "Wieso? Dürfen die Leute sich nicht unterhalten?"
Sie: "An jeder Ecke steht jemand und telefoniert. Nicht zum Aushalten ist das. Hoffentlich werden die jetzt bald verboten, und das kommt bald mit dem Verbot."
Ich: "Ja, da kann ich Ihnen nur Recht geben. Hoffentlich wird das bald verboten. Noch viel schlimmer allerdings sind Kölnisch Wasser und andere Duftwässerchen. Es gibt nichts lästigeres als parfümierte Menschen, finde Sie nicht?" Die Oma steht auf und setzt sich ein paar Reihen weiter. Die Leute drumherum grinsen.

Freitag, 13. Februar 2009

Samstag, 31. Januar 2009

Jessica McCain Radioactive State: Teil IV


Viele Jahre vergingen. Jessica wurde eine weise Ashadina-Mutter der Goten, und sie bekam viel Macht im Stammesverband.
Kurz nach ihrer Inauguration verstarb Greiserich an einem Blutsturz, verursacht durch eine akute Magen-Darmwand-Vergammlung. Jessicas schärfste Konkurrentin, die Seherin Kassandra, war schon seit vielen Jahren tot. Jessica hatte sie eines Nachts von ihrer Geheimpolizei festnehmen und ohne Prozeß hinrichten lassen. Kassandra wurde gevierteilt. Ihr treuer Hund Buster war somit der letzte Überlebende, der sich an die graue Vorzeit erinnern konnte, als die Ashadina-Mutter in den Stamm kam.
Eines morgens ging Buster an den frischen Berquellbach, um seine Intimwaschung vorzunehmen und sich an dem Wasser zu laben, wie es seine Gewohnheit war. Der einst jugendliche Buster war auch in die Jahre gekommen, sein Fell war grau, die Augen matt und die Knochen müde. Buster war nicht dumm- er sah die Gefahr schon seit Jahren heraufziehen und er bemerkte die Veränderung der Persönlichkeit, die Jessica durch die stetig wachsende Machtfülle erfahren hatte. Jessica wurde skrupelloser, zynischer, grausamer und vor allem immer fetter. Sie brachte mittlerweile über 100 kgauf die Waage, und das bei nur 1,64 m Körpergröße- das ergibt einen Body-Mass-Index von über 43! Während der alte Recke sich wusch, dachte er, man müsse die alte Despotin aus dem Weg räumen. Da plötzlich kamen hinter einem Stein die Inquisitoren der Ashadina-Mutter hervor und hatten Buster umzingelt...

Montag, 26. Januar 2009

Aus Hamburgs Süden






Was es nicht so alles gibt...

Obwohl Weiß nach Punkten unterlegen ist, setzt es Schwarz matt. Da hat Schwarz nicht aufgepaßt.

Über dem Schachspiel prangt das Kreuz, in derselben Wohnung in Hamburg-Marmstorf.

In einem italienischen Restaurant präsentiert der Gastronom stolz seinen riesigen Lachs, die viel schönere Kellnerin schaut ein wenig konsterniert an der Kamera vorbei.

Hoolywood Nails- eine gute Sache. Zu dem Zeitpunkt, als die Fotografie geschossen wurde, waren tatsächlich Kunden im Laden, die manikürt wurden. Ein Nagelstudio für Hooligans ist offenbar eine Marktlücke.

Gestern und Heute genießen wir einen Hauch von Oriantel Night.

Da werden Erinnerungen wach...

Donnerstag, 22. Januar 2009

Eulen




Eulen sind ganz erstaunliche Tiere.
Mit einem sehr guten Gehör ausgestattet sind sie als Nachtjäger aktiv, ihr geringes Körpergewicht und ihre verhältnismäßig großen Flügelflächen ermöglichen ihnen einen geräuschlosen Flug.
Ihr Kopf fängt - ähnlich wie eine Radarschüssel - den Schall ein, so daß sie auch mit dem Gehör ihre Beute, meist Mäuse, orten können.

Die Skulptur aus dem Jahre 1952 stammt von Pablo Picasso. Sie heißt "Die Eule".

Auf dem Foto ist ein Uhu zu sehen.

Montag, 12. Januar 2009

Böllern in der Wohnung

Da werden Erinnerungen wach...

Montag, 15. Dezember 2008

Frauen

Frauen mit Brillen
sind fruchtbarer
Frauen in S-Bahnen
drängen sich jedem auf
Frauen
Frauen beim Einkaufen
verführen einen
Frauen Frauen mit Brillen
sind fruchtbarer
Frauen beim Essen
essen wie mit Stäbchen
Frauen mit Lippenstift
gucken einen an
Frauen auf dem Klo
hören sich gut an
Frauen
Frauen betonen ihren Unterleib

Freitag, 5. Dezember 2008

Schön...




Text:

Vermisst
Hat schön zulange seine Medikamente nicht bekommen
Bitte helfen sie mir diese Tier zu retten
Sehr ängstlich und orientierungsloss
Haben sie ihn gesehen oder haben sie sogar irgendwelche Informationen dann, bitte melden

Wird belohnt